Eingebettet zwischen Meißner und dem Thüringer Wald liegt am Rande des Werratales das Natur- und Wanderparadies Ringgau. Historisch blickt das Ringgau auf eine sehr alte Tradition zurück. Eindrucksvolle Landschaften bieten dem Natur- und Ruhesuchenden einiges genauso wie die dort von mehreren durch Ritter, Grafen und Kaiser errichtete Burgen.

Mitten im Wald und auf einem 513m hohen Plateau der Ringgau-Hochebene liegt die auch als Bemelburch bezeichnete Boyneburg, eine denkmalgeschützte Ruine der sagenumwobenen Kaiserburg von Friedrich dem I. Barbarossa. Vom Parkplatz Boyneburg an der Ortschaft Grandenborn wandert man durch ein leicht ansteigendes Waldgebiet auf einem gut ausgebauten Weg hinauf zum Plateau. Die baumumsäumten Gemäuer der sich noch heute im Familienbesitz befindlichen und vermutlich im 11. Jahrhundert errichteten Burg, präsentieren sich dem Besucher besonders im Frühling gut, wenn noch kein dichtes Laubwerk den Blick versperrt.

Das Fräulein von Boyneburg

Die Boynburg im Sonnenschein

Ist es auf dem Plateau ganz still und man hört ganz genau hin, so ist dort mit viel Glück und Fantasie noch heute der liebliche Gesang des Fräuleins von der Boyneburg, welche der Sage der Brüder Grimm nach mit Ihren Schwestern dort gelebt haben soll, flüsternd leise mit dem durch die Gemäuer der Burg ziehenden Wind zu hören ;-).

„Das Fräulein von Boyneburg“ (in mehreren Fassungen) ist eine Sage die aus dem Brüdern Grimm Werk „Die deutschen Sagen“ stammt:

In grauer Vorzeit, vor langem Jahren – als diese Burg noch bewohnt wurde von dem Geschlecht derer von Boyneburg, lebten hier auch in inniger Liebe verbunden, 3 Schwestern. Von diesen Schwestern hatte der jüngsten, während eines Gewitters geboren war, einstens geträumt, sie würde durch ein Gewitter ihr Leben verlieren.
Als sie nun ihr 18tes Jahr erreicht, zog ein starkes Gewitter über die Boyneburg heran und blieb drei Tage und Nächte über derselben stehen. Da erinnerte sich das jüngste Fräulein ihres Traumes und teilte ihn ihren Schwestern mit, die beschlossen, sich für ihren Liebling zu opfern; Die zwei ältesten eilten zum Burgtor, erflehten Gnade des Himmels Schutz und waren bereit zu sterben. Doch das Gewitter wich nicht., da erkannt das jüngste Fräulein ihr Schicksal, mutig und Gott vertrauend zog sie hinaus vor die Burg, in einem heißen Gebet empfahl sie dem Höchsten ihre Seele, – da zuckte ein Blitzstrahl und sie war verschwunden – , auch das Gewitter war gewichen, es war versöhnt.
Ihr zum Gedächtnis wird diese Spende verteilt.

(Quelle des Zitats der Sage: Wikipedia.de)

Fantastische Aussichten und eindrucksvolle Naturlandschaft

Ausblicke über eine wunderschöne Landschaft bis weit hinaus zum hohen Meißner, auf das Eichsfeld, den Heldrastein, den Thüringer Wald, der hohen Rhön und dem Monte Kali, eröffnen sich vom Rande des Plateaus bei guter Sicht.

Das naturgeschützte FFH-Gebiet rund um die Boyneburg und den Schickeberg beeindruckt besonders im Frühling, wenn abertausende von frühblühenden Märzenbechern mit den ersten wärmenden Sonnestrahlen den Waldboden durchbrechen und sich der Sonne entgegenstrecken. Ein  Meer weißer Blüten erstrahlt nach und nach in ganzer Pracht und vertreibt den Winter.

Am Frühlingsende und in den Sommer hinein finden sich im Buchenwald sowie auf Lichtungen und am Waldrand weitere seltene Pflanzen, Blumen und Kräuter wie Knabenkräuter, Waldmeister, Lilien und Orchideen. Nicht vergessen sollte man dabei, dass man sich in einem Gebiet mit besonders geschützten Pflanzen befindet, die man weder Ausgraben noch Pflücken darf!

Frühlingsbeginn bei den Märzenbechern und der Boyneburg – die Fotogalerie

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WUNDERSCHÖNES-NORDHESSEN CHECK:

FOTOGENITÄT: ATTRAKTIVITÄT: ARCHITEKTUR: WANDERN:
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Weiterführende Informationen:

Wikipediaeintrag über das Ringgau

Webseite der Gemeinde Ringgau

Wikipediaeintrag über die Boyneburg

Premiumwanderweg P13 an der Boyneburg

Wanderparkplatz mit Karte auf der Webseite der GrimmHeimat NordHessen

Die Wanderung bei Komoot

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