Wunderschönes-Nordhessen.de berichtet von den großen und kleinen Perlen Nordhessens. Von einer ganz besonders liebevollen Perle handelt dieser Beitrag, in dem es um ein märchenhaftes und bisher wenig bekanntes Kleinod mitten in Nordhessen geht – dem Märchenwanderpfad bei Wollrode.

Nahe der im  Schwalm-Eder-Kreis befindlichen Gemeinde Guxhagen befindet sich der Ortsteil Wollrode. Etwas oberhalb Wollrodes am Wasserhäuschen findet sich ein rund 1,3 km langer, gut mit dem Rad oder auch Kinderwagen befahrbarer Pfad, der über eine leichte Steigung durch den Wald zum lieblichen Christteich im Söhrewald führt. Entlang des Weges zieren liebevoll gefertigte und bemalte Märchenfiguren den Pfad, welche oft leicht erhöht am Waldrand aufgestellt wurden. So bekommt der Weg durch den Wald hinauf zum See eine ganz besonders schöne Note! 

Es war einmal…

ein kleines aber beschauliches Dörfchen namens Wollrode. Es lag malerisch gelegen zwischen Wiesen und Wäldern, Hügeln und Feldern und seine Bewohner waren rechtschaffende Menschen, die gerne feierten.

Dort wohnte auch eine kleine Familie aus dem Hause „Reinbold“, die es liebte, an ihren freien Tagen durch den Wald zu spazieren, die herrliche Natur zu genießen und sich dabei Märchen zu erzählen. Eines Tages hatte die Mutter eine Idee:“ Wäre es nicht schön, ein paar Märchenfiguren am Wegesrand aufzustellen um auch anderen Waldbesuchern eine Freude zu machen?“. Die Familie war begeistert, doch wie sollte man das anstellen? Die Mutter konnte zwar recht gut malen und hatte eine Menge Ideen, aber mit Holz und Säge konnte sie nicht so Recht umgehen. Zu ihrem Glück wohnte aber im selben Dorf ein Mann mit Namen Johannes, der sich aber auch weit über die Grenzen Wollrodes als Holzkünstler „Hansi“ einen Namen gemacht hatte. Dorthin wollte sie gehen.

Eines schönen Tages fasste sie sich ein Herz und machte sich auf den Weg zu ihm. Sie berichtete von ihrer Idee und wollte wissen, was er davon hielte. Geduldig hörte sich „Hansi“ alles an, überlegte kurz und bot der Frau seine Hilfe an. Sehr glücklich machte sie sich auf den Heimweg, um ihren Mann davon zu berichten. Er freute sich mit ihr, gab aber zu Bedenken, dass dieses Projekt nicht nur Ideen und künsterisches Geschick benötigte, sondern leider auch sehr viel Geld für die Anschaffung des Arbeitsmateriales, das die kleine Familie nicht würde aufbringen können.

So sehr sich die Frau gefreut hatte, so traurig wurde sie nun gleich. Tagelang überlegte sie wie sie nur soviel Geld aufbringen könnte, doch wollte ihr einfach keine Lösung einfallen. Doch plötzlich, eines schönen Tages, hatte ihr Mann eine idee: er hatte von einem Verein gehört, dem DVV’73, der sich damit beschäftigte, Wollrode noch schöner werden zu lassen. Der Bestand aus ansässigen Menschen, die sehr viel Geld besaßen und es ausschließlich für die Dorfverschönerung ausgab. Sollte das die rettende Lösung sein?

Wieder machte sich die Frau auf den Weg. Sie war sehr aufgeregt, als sie vor einer großen Versammlung vorstellig werden musste, um ihr Anliegenvorzutragen. Es waren auch Vertreter anderer Vereine und der Bürgermeitser des Dorfes anwesend. Sie nahm all ihren Mut zusammen und berichtete von ihrem Vorhaben, von der Idee und der Unterstützung durch den Holzkünstler „Hansi“. Sie hatte  auch zwischenzeitlich mit dem Förster des Waldes gesprochen und um seine Erlaubnis gebeten. Auch davon berichtete sie und war ganz gespannt, wie nun über ihr Vorhaben und vor allem ihre Bitte um finanzielle Unterstützung entschieden werden würde. Nach einiger Zeit der Beratung und Abwägung der wahrscheinlich aufkommenden Kosten für den Verein beschloss man, die Frau zu unterstützen. Das war eine riesen Freude und sogleich begannen die Frau aus dem Hause „Reinbold“ und der Dorfkünstler „Hansi“ mei seinem Gehilfen „Wolli“ (Walter Dollhopf) mit Ihrer Arbeit.

Viele Monate sollten ins Land gehen, Verletzungen, Krankheit und die viele andere Arbeit der Beiden ließen immer länger auf die Vollendung des Projektes warten. Doch endlich dann im Mai 2016 sollte es nun soweit sein. Endlich wurde der Wollröder Märchenpfad eingeweiht. Und wenn er nicht durch böse Wegelagerer, Neider und Räuber zerstört wurde, so steht er noch heute dort, um vielen Besuchern eine Freude zu machen, an ihre Kindheit zu erinnern und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ganz viel Freude damit wünscht der DVV’73 Wollrode!

Zitat des Textes zu Beginn und am Ende des Pfades

Wunderschönes-Nordhessen.de dankt Frau Reinbold ganz besonders, die mit ihrer Idee vielen Menschen auf dem Märchenpfad durch den Söhrewald eine große Freude bereitet!

Perle der Söhre: der Märchenpfad bei Wollrode – die Fotogalerie

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WUNDERSCHÖNES-NORDHESSEN CHECK:

FOTOGENITÄT: ATTRAKTIVITÄT: ARCHITEKTUR: WANDERN:
+++++ +++++ keine +++++ (leicht)

 

Weiterführende Informationen:

Wikipediaeintrag über Wollrode

Eintrag im Regiowiki der HNA über Wollrode

Facebookseite des DVV Wollrode

Zum Märchenpfad auf Google Maps

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