Die sagenumwobene Weidelsburg ist Nordhessens größte Burgruine und steht auf der Spitze des über 490m hohem, über das Wolfhager Land hervorschauenden gleichnamigen Weidelsberg. Die im 12. Jahrhundert urkundlich erstmals erwähnte Burgruine ist mit Ihren Wohn- und Tortürmen noch sehr gut erhalten, wobei einer der Türme als Aussichtsturm genutzt wird, von dem aus fantastische Aussichten weit hinaus über in die Landschaft möglich sind.

Die seit dem Ende des 16. Jahrhunderts unbewohnte und verfallene Burgruine wurde in den 80iger Jahren und von 2008 bis 2011 aufwändig teilsaniert. Sie ist über eine Straße zu einem Parkplatz, welche von der kleinen Ortschaft Ippinghausen hinauf an den Waldrand führt, fußläufig nach einem kurzen Anstieg durch den Wald gut zu erreichen. Die Burganlage selbst ist ein nordhessisches Kleinjuwel, welches jeden an Geschichte und Architektur interessierten Besucher das Herz höher schlagen lassen dürfte. So finden Fotografen in der gut zu begehenden und sehr fotogenen Burg eine mannigfaltige Auswahl großer und kleiner Motive.

Das Wahrzeichen des Wolfhager Landes

Die zu den ehemals bedeutendsten spätmittelalterlichen Burgen zählende Weidelsburg, war auf Grund Ihrer Lage zwischen den großen Fürstentümern und Grafschaften für Nordhessen historisch schon immer von großer Bedeutung. So wechselte die Burg im Laufe der Jahre wegen zahlreicher militärischer Auseinandersetzungen, bei welcher sie im 13. Jahrhundert auch einmal zerstört und danach wieder aufgebaut wurde, immer wieder den Besitzer. In Folge der Streitsüchtigkeiten des damals regierenden Amtsmannes Ritter Reinhard von Dalwigk, bei der dieser aus der  Weidelsburg vertrieben wurde, berichtet die Sage von der hessischen Weibertreue noch heute darüber.

Eine weitere Sage berichtet über den Riesen Goliath, welcher den Riesenstein auf die Weidelsburg geschleudert haben soll, um diese zu zerstören. Jedoch rutschte ihm dabei der Stein vom kleinen Finger ab und verfehlte so sein Ziel. So um seinen Ruf als Burgbezwinger gebracht, vergoss Goliath blutige Tränen und setzte sich auf den Riesenstein auf dem Heiligenberg südöstlich von Naumburg gelegen. Er vergaß vor lauter Kummer zu essen und zu trinken, woraufhin er verstarb. Noch heute aber sieht man die Vertiefung, wo der Riese nach dem Fehlwurf gesessen haben soll.

Wanderparadies Weidelsburg

Der im Herbst 2011 eröffnete Premiumwanderweg der GrimmHeimat Nordhessen Habichtswaldsteig führt direkt über die Weidelsburg. Auf diesem sehr sanften und sicheren Wanderweg erleben die Wanderin und der Wanderer einmalige Landschaften, wandern durch verfallene Burgen und malerische Fachwerkstädte und erfahren zudem vieles über die Wurzeln der Märchen der Brüder Grimm. Doch auch über die Extratouren H7 „Im Land der Reisen“ und H8 „Im Tal der zwei Burgen“ versprechen unvergessliche Wandertage und lassen die Weidelsburg erwandern.

Sage von der hessischen Weibertreue

De hessische Wiebertruche (in Mundart)

Uff d’r Wierelsborg läbete der Ridder Reinhard von Dalwigk. He wor en Kopp gresser als de angern Mannsliere, kriechslostisch, dapfer und kluch. Mit sinnen Nachb’rn läbete he duernd in Stritt. Au bereiwerte he de vorbieziehenden Kaufliere. Enmol ließ he sinnem Gulle de Hufiesen immegekehrt uffschlonn un lett so de Verfoljer erre.

Ebber als he’s gor ze dull trebb, bodd dr hessische Landgrof Ludwich dr Fridsome vähle Saldoden uff, imme den Find in sinner Burg zu belachern. Als de Vorräde uffgegessen woren, hotten se kinne Hoffnunge mä. Do erbott sich emme sinne Froche Agnes biem Landgrofen en Fußfall se dunn un imme Gnode ver ären Manne ze bedden. Mit demm besten Schmugge ongedohn, kam de Edelfroche ins Loger des Landgrofen. He wor bese und schwor, de Liere uff dr Borg middem Tohde oder dr Gefangenschoft ze strofen. Nur demm Ridder sinne Froche sull mid ären Mächten (Maiden) un ären besten Schätzen, die se tran kunn, obziehn. De Froche rannte mid disser Nohrichd zericke in de Borg, die se bahle mid ährem Manne uff’m Krizze verliß, hinner er de Wieber mit den Kliedern un nem Schmugge uffm Buggel.

Dem Landgrofen sinne Liere sochten: He sull dat nit gelieren, so isses nich gemint gewest. Ebber he seite: „Wos ich geseit honn, das hahle ich au.“ Un an dissem Fürschtenwort tut he nit drohne rim dieten. „Mächtes doch,“ so rief he geriehrt us, „überall in minnem Hessenlanne so sin, daß den Frochen ährer bester Schatz de Mannsliere sin, ebber nit de schenen Klieder un Ehrelstinne!“

Quelle der Sage in Mundart: regiowiki.hna.de/Weidelsburg

Tip:

Einmalig schöne Sonnenauf- und Sonnenuntergänge über dem Wolfhager Land und dem Naturpark Habichtswald lassen sich von der Aussichtsplattform der Weidelsburg, wie im Blogbeitrag Magische Momente über dem Wolfhager Land beschrieben, hier besonders eindrucksvoll erleben!

Sagenumwobene Weidelsburg – die Fotogalerie

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Weiterführende Informationen:

Wikipediaeintrag über die Weidelsburg

Regiowikieintrag der HNA über die Weidelsburg

Webseite des Fördervereins zur Erhaltung der Weidelsburg e. V.

Premiumwanderweg Habichtswaldsteig auf der Webseite des Naturpark Habichtswald
 

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